In der Sitzung des Stadtrates vom 29.06.2015 wurde unter anderem über die Referate und deren Besetzung entschieden, nachdem in der konstituierenden Sitzung im Mai hierzu keine Entscheidung getroffen werden konnte.

Referate sind klar definierte Sachgebiete innerhalb einer Organisation. Derartige Sachgebiete ergeben sich von Gemeinde zu Gemeinde unterschiedlich nach den jeweiligen lokalen Gegebenheiten. Hier in Starnberg gab es in der Vergangenheit 27 Referate, so dass fast jeder Stadtrat mit einem speziellen Thema betraut war, sich Fachwissen aneignen konnte, in seinem Fachgebiet auch spezielle Akteneinsicht in der Verwaltung erhielt und die Bürgerschaft und die Kollegen im Stadtrat vertrauensvoll beraten konnte oder besondere Projekte begleiten durfte.

Nach langen Verhandlungen wurden diese 27 Referate auf 12 zusammengestutzt.

Nun sollte man ja glauben, dass das Thema Verkehr für Starnberg ein wichtiges Thema ist. Immerhin hat es im Wahlkampf die entscheidende Rolle gespielt. Es wäre also schon zu erwarten gewesen, dass man der Wichtigkeit dieses Themas durch die Einsetzung eines Referenten für den Verkehr Rechnung tragen würde.

Aber das Referat Verkehr gibt es nicht mehr.

Kultur scheint auch kein wichtiges Thema für Starnberg zu sein. Jedenfalls gibt es auch für dieses Sachgebiet kein Referat mehr.

Das wichtige Thema Migration und Flucht, das uns in den nächsten Wochen und Monaten, vermutlich Jahren in unserer Stadt stark beschäftigen wird, hat genauso wenig Beachtung gefunden.

Es wird kein Referat zum Thema Flucht und Migration geben.

Entscheidend für die Auswahl der Referate waren nicht die objektiv erkennbaren Notwendigkeiten. Die Gruppierungen um Frau John haben nicht nach öffentlich interessanten Belangen sondern nach partei- und gruppierungsspezifischen Interessen entschieden. Der Antrag der SPD (siehe getrennten Beitrag) wurde mit der Mehrheit der John-Truppe weggebügelt.

Das Referat „Soziales“ gibt es zwar noch, aber Tim Weidner wurde abgewählt. D.h. er hat seine Kandidatur zurückgezogen, als ihm als Gegenkandidatin Frau Loesti von der WPS präsentiert wurde, die sich der Unterstützung der Mehrheit im Stadtrat sicher sein konnte.
Schade! Tim Weidner hat ausgezeichnete Arbeit geleistet, war und ist in den Sozialverbänden gut vernetzt und hat die Interessen der Ehrenamtlichen und deren Arbeit im Stadtrat immer gut vertreten. Das wird sich auch nicht ändern.
Tim Weidner ist als stellvertretender Landrat in der guten Position, weiterhin die Kontakte halten zu können und wird sich weiterhin für die Belange in der Sozialarbeit einsetzen.

 

Wir dürfen gespannt sein, wie die Stadtverwaltung es schaffen will, ohne Kompetenzträger in den vielen verschiedenen Themengebieten über die Wahlperiode zu kommen.

 

Wir berichten weiter. Schauen Sie mal rein.

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