Es gibt zwei große Themen in der Stadt, die uns Starnberger in Rage bringen.
Die Seeanbindung und Tunnel/Umfahrung.

Unsere Bürgermeisterin und ihre Wahlhelfer sind mit dem Versprechen angetreten, für beide Themengebiete ganz einfache und schnelle Lösungen parat zu haben. In Sachen Seeanbindung ist aber eine einfache Lösung nicht möglich, weil ein umfassendes Vertragswerk mit der Bahn vorliegt. Und das realisiert Frau John jetzt offensichtlich. Deshalb führt sie die dringend notwendigen Gespräche mit der Bahn nicht, weil sie weiß, dass es schwierig wird. Darüber hinaus verschleppt die Bürgermeisterin die bereits mehrfach im Stadtrat geforderte Klärung, welche juristischen und finanziellen Folgen für die Stadt Starnberg entstehen, wenn der Vertrag zur Seeanbindung mit der Bahn ausläuft und nicht erfüllt wird.

Folgende Situation liegt vor:

1987 wurde mit der Deutschen Bahn (DB) ein Vertrag geschlossen, der aus vielen einzelnen Maßnahmen besteht und zum Ziel hat, die Gleise zu reduzieren und die verbleibenden Gleise zu verlegen. Diese Gleisverlegung verändert die Radien (Kurven werden flacher) und es werden dadurch auf beiden Seiten der Gleise Flächen gewonnen, die der Stadt Starnberg zufallen. Finanziert werden muss diese Baumaßnahme durch die Stadt Starnberg, dafür bekommt die Stadt Starnberg die frei werdenden Flächen als Eigentum.

Teile des Bahnvertrages wurden bereits vollzogen:

Zum Beispiel der Bau des Bahnhof Nord durch die Stadt Starnberg und der anschließende Eigentümertausch mit dem Gebäude „Bahnhof See“. Der Bahnhof Nord gehört jetzt der DB. Das historische Bahnhofsgebäude am See gehört seitdem der Stadt. Die Frage, wie es mit dem unter Denkmalschutz stehenden Seebahnhof weiter gehen soll, ist leider seit der Amtsübernahme durch Bürgermeisterin John von der politischen Agenda genommen worden. Zwar wurde ein sogenannter „Projektausschuss Bahnhof See“ eingerichtet, aber das historische Bahnhofgebäude war – trotz wiederholter Nachfragen beispielsweise der SPD-Stadtratsfraktion – seitdem für Frau John kein Thema. Es ist völlig offen, wann das Gebäude seine längst überfällige Sanierung erhält und einer neuen Nutzung zugeführt wird. Die SPD setzt sich seit Jahren für ein Bürger- und Kulturzentrum ein.

Auch wurden Grundstücke entlang der Bahn (ehemalige Schwedenhäuser am Georgenbach) der Stadt Starnberg übertragen. Diese hat die Stadt an einen Bauträger verkauft und wurden bebaut.

Der Vertrag wurde also teilweise bereits erfüllt. Welche juristischen und finanziellen Folgen entstehen, wenn die weiteren Vertragsbestandteile nicht umgesetzt werden? Kann die Bahn auf einer Vertragserfüllung bestehen oder was passiert bei einer Rückabwicklung des Vertrages?

Die vollzogenen Vertragsteile einfach mitzunehmen und den Rest des Vertrages ignorieren – kaum möglich…

Denn Vertrag rückabwickeln, sich über den Wert der bereits getauschten und übertragenen Grundstücke und Gebäude einig werden und zurückzahlen?
Den Vertrag einfach auslaufen lassen und abwarten? Kommt dann statt der großen Lösung nur eine kleine? Wie soll diese aussehen?

Es muss also aus Sicht der SPD DRINGEND mit der Bahn im Sinne der Stadt Starnberg gesprochen und verhandelt werden. Dass Frau John nicht schon längst Gespräche geführt hat, ist fahrlässig. Als Bürgermeisterin muss sie alles dafür tun, um Schaden von der Stadt abzuwenden. Dass der Projektausschuss nun Frau John erst dazu auffordern, quasi zwingen muss, endlich mit der Bahn zu sprechen, ist erschütternd.

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