Unsere Bürgermeisterin, Frau John, musste am vergangenen Montag in der Stadtratssitzung  schwere Rückschläge  einstecken.

Die Geschäftsordnung war in der ersten Sitzung des neugewählten Stadtrates im Mai 2015 zur Abstimmung gegeben worden. Die Bürgermeisterin hatte sich und damit auch der Verwaltung gerade in Baufragen erheblich mehr Kompetenzen eingeräumt, die der Stadtrat mit großer Mehrheit im Vertrauen auf die  Bürgermeisterin beschloss. Doch die damals zugesagten Informationen wurden im Verlauf des letzten Jahres Stadtratsarbeit von der Bürgermeisterin dem Stadtrat nicht gegeben. Gestellte Fragen von ihr nicht beantwortet, im Hintergrund agierte Frau John  ohne Transparenz, demokratische Prozesse waren völlig lahm gelegt. Der Stadtrat erfuhr oftmals erst aus der Zeitung von Bauvorhaben. Dies hat fraktionsübergreifend mit der SPD  zu einer Zusammenarbeit geführt, deren Ergebnis die Neufassung der Geschäftsordnung war. Der Stadtrat holt sich mit dieser neuen Geschäftsordnung wieder die Entscheidungskompetenz zurück und  schränkt die Bürgermeisterin unter anderem in Geldfragen massiv ein-

Sicher hat die Bürgermeisterin mit allen Mitteln versucht, die Abstimmung hierüber zu verhindern. Doch wir haben uns zusammen mit unseren Mitstreitern durchgesetzt.
Mit 21.:10 Stimmen wurde die neue Geschäftsordnung beschlossen.

Doch damit nicht genug…

Hatte doch der Stadtrat bereits in der Mai-Sitzung beschlossen, dass die Wittelsbacher Straße wieder geöffnet werden sollte. Die Bürgermeisterin verzögerte dies und vollzog dann nur,  dass vom Tutzinger Hof Platz wieder in die Wittelsbacher Str. gefahren werden konnte. Die kleine Durchfahrt, von der Hauptstraße kommend, blieb geschlossen, Park- und Sperrzonen mit kunterbunten Markierungen blieben bestehen. Warum? Die Bürgermeisterin erklärte, dass der Stadtrat beschlossen hätte, dass die Wittelsbacher Straße wieder geöffnet werden sollte für den Gegenverkehr. Das hätte sie ja schließlich erledigt. Wortklauberei. Es war völlig klar, dass mit diesem ersten Beschluss der ursprüngliche Zustand wieder hergestellt werden sollte. Wir  müssen in Zukunft wohl  jedes Wort auf die Waage legen.

Mit 20:10 Stimmen wurde der Bürgermeisterin dann hoffentlich unmissverständlich der Auftrag gegeben, den ursprünglichen Zustand wieder herzustellen.  Mal sehen…

Fazit: Das sind bittere Siege. Denn es zeigt, dass das Vertrauen zwischen einer großen Mehrheit der Stadträte und der Bürgermeisterin völlig gebrochen ist.

 

0 Kommentare

Hinterlasse ein Kommentar

An der Diskussion beteiligen?
Hinterlasse uns deinen Kommentar!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.